PIP Sammelklage

PIP Sammelklage

Sammelklage für Patienten ohne Rechtsschutz

Gerade für alle Geschädigte, die keine Rechtsschutzversicherung haben

Der Gedanke, der uns im Fall PIP beschäftigt ist: Es wäre besser, wenn nicht jede Geschädigte einzeln klagen müsste und sich vielmehr die geschädigten Patientinnen das Kostenrisiko teilen können oder das Kostenrisiko gänzlich entfällt. Zu diesem Zweck bemühen wir uns eine Art „Sammelklage“ für alle PIP-Opfer zu erreichen.

Die Lösung könnte sein: Eine Bündelung der Ansprüche!

Streng genommen gibt es die aus den USA bekannte „Sammelklage“ in Deutschland nicht. Es gibt zwar rechtliche Instrumente wie die Streitgenossenschaft, doch diese verhindern nicht, dass bei hohen Streitwerten das Prozesskostenrisiko explodiert. Nach dem Vorbild des österreichischen VKI (der die „Sammelklage nach österreichischem Recht“ entwickelt hat und erfolgreich praktiziert) arbeitet Patientenanwalt Zierhut daran diese Lösung auch für deutsche Geschädigte zu schaffen.

Die Funktionsweise

Die Patientinnen treten ihre Ansprüche zur Klage an einen Treuhänder ab. Dieser Treuhänder klagt vor einem deutschen Gericht, im Fall von PIP, gegen die Allianz und Tüv (mehr zu Haftungsgründen und zu Umfang Schmerzensgeld, Zukunftsschäden). Der Anspruch muss spätestens innerhalb von 3 Jahren ab Kenntnis der Schadensumstände geltend gemacht werden! Wir bilden einen Pool von Sammelklageninteressenten. Außerdem bereiten wir einen Sammelklageschriftentwurf zur Vorlage bei Prozess-Finanzierern vor.

Mit einer Sammelklage würden mögliche Prozesskosten-Risiken sehr deutlich verringert. Die Kosten, die man als Geschädigte selbst zu tragen hätte, blieben in sehr überschaubarem Rahmen, welche nicht höher als € 250 bis € 750 liegen dürften. Im Vergleich dazu: das normale Prozessrisiko läge bei mind. € 12.000-17.000 pro Patientin. Die Bündelung der Ansprüche durch die Sammelklage böte also nicht nur eine sichere sondern auch eine sehr günstige Möglichkeit, zum eigenen Recht zu kommen. Ermöglicht wird dies durch die Einschaltung eines Prozessfinanzierers.

Neue Hoffnung für Patientinnen mit PIP-Implantaten

Anstelle der Bündelung der Ansprüche vor einem deutschen Gericht, besteht bis Ende März 2015 die Möglichkeit an, in ein laufendes Verfahren in Frankreich einzutreten. Der Eintritt in die Klage in Frankreich ist aussichtsreicher, risikoärmer und kostengünstiger.

Erstmals besteht damit auch für PIP-geschädigte deutsche Frauen die Möglichkeit, Ansprüche in einem Prozess in Frankreich geltend zu machen. Unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ setzt sich nun der Anwalt Christian Zierhut ein und wird Ende März in eine Klage gegen TÜV RHEINLAND FRANCE SAS und TÜV RHEINLAND LGA PRODUCTS GmbH vor dem Handelsgericht in Toulon mit eintreten, das in der Vergangenheit 1.700 Frauen vorläufig 3.400 Euro Schadensersatz pro Geschädigte zugesprochen hat. Die französischen Kollegen von Zierhut bieten diese Möglichkeit gegen eine Selbstbeteiligung von 400 Euro und ein Erfolgshonorar.

Betroffene können sich bis zum 20. März 2015 bei Anwalt Zierhut melden und in die Klage eintreten.

PIP Anwalt

Handelsgericht Toulon

Jan 2014: TÜV Rheinland zahlt 5,7 Millionen Euro an Opfer aus

Um in Berufung gehen zu können, zahlt das Unternehmen 1700 Frauen Entschädigung. Hier das Urteil „PIP Handelsgericht Toulon“ in nichtamtlicher deutscher Übersetzung

Landgericht Paris
Sep 2014: Landgericht Paris

Das Urteil ist für uns insoweit von großer Bedeutung, dass festgestellt wurde, dass der Versicherungsvertrag nicht aufgrund von Täuschung durch PIP nichtig bzw. unwirksam ist – hier das Urteil „PIP Landgericht Paris“ in nichtamtlicher Übersetzung.

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